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Sonnenhut auswählen: Krempe, UV-Schutz und guter Sitz

Von Svenja Klaassen · Erstveröffentlichung:

Hutwissen verständlich erklärt

Kurz erklärt

Ein guter Sonnenhut verbindet passende Beschattung mit angenehmem Sitz. Eine breite Krempe ist hilfreich – für den UV-Schutz zählen zusätzlich Material, Verarbeitung und die geprüften Angaben zum Modell.

Stand: 16. Oktober 2026

KI-Illustration: heller geflochtener Sonnenhut mit breiter Krempe und grünem Hutband.
AI Generated – KI-KennzeichnungBreite umlaufende Krempe als Formbeispiel. KI-Illustration; kein Nachweis eines UV-Schutzfaktors.
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Warum hilft eine umlaufende Krempe?

Eine breite Krempe kann Gesicht, Ohren und Nacken beschatten. Eine Cap mit Schirm deckt vor allem den vorderen Bereich ab. Wie viel Schatten tatsächlich entsteht, verändert sich mit Sonnenstand, Kopfhaltung und Hutform. Die WHO empfiehlt einen breitkrempigen Hut als Teil des Sonnenschutzes.

Die Krempe sollte beim Tragen in Form bleiben und die Sicht nicht behindern. Prüfe den Hut deshalb nicht nur vor dem Spiegel, sondern auch beim Gehen und beim Blick nach unten. Die richtige Hutgröße hilft, dass er bequem und zuverlässig sitzt.

Was sagt der UPF aus?

Der Ultraviolet Protection Factor (UPF) beschreibt die UV-Schutzwirkung eines geprüften Textils unter den jeweiligen Prüfbedingungen. Er ist keine pauschale Aussage darüber, wie lange man sich gefahrlos in der Sonne aufhalten kann – und bewertet nicht die Beschattung sämtlicher unbedeckter Hautstellen.

Prüfverfahren unterscheiden sich. Beim UV STANDARD 801 von Hohenstein werden je nach Verwendungszweck auch Belastungen aus dem Gebrauch berücksichtigt, etwa Nässe, Dehnung und Alterung. Achte auf nachvollziehbare Angaben zum konkreten Modell und zum Prüfstandard.

Keine Prüfung heißt nicht „UV-durchlässig“: Ohne verlässliche Prüfung lässt sich kein bestimmter UPF zusagen. Umgekehrt beweisen weder eine dichte Optik noch der Name „Sonnenhut“ allein einen hohen Schutzfaktor. Auch Stroh, Baumwolle und Leinen unterscheiden sich je nach Verarbeitung.

Ist ein Regenhut automatisch ein guter Sonnenhut?

Nein. Praxishinweis: Ein Kunde empfand seinen schweren, gewachsten Canvas-Hut bei einer sommerlichen Wanderung als unangenehm warm. Der Wunsch nach Regenschutz war erfüllt, das gewünschte Sommerklima unter dem Hut jedoch nicht. Den Fall ordnen wir im Regenhut-Ratgeber genauer ein.

Ein leichter Hut mit ausgewiesenem UV-Schutz und wasserabweisender Ausrüstung kann für wechselhaftes Sommerwetter passen. Die Wasserabweisung allein macht ihn aber nicht zum Dauerregenhut. Gewicht, Futter und Belüftung bleiben eigene Auswahlkriterien.

Vier Punkte für die Auswahl

  • Beschattung: Deckt die Krempe die gewünschten Bereiche ab, auch bei Bewegung?
  • Nachweis: Gibt es eine UPF-Angabe mit nachvollziehbarer Prüfung für dieses Modell?
  • Tragekomfort: Passen Gewicht, Futter und Belüftung zur Temperatur und Aktivität?
  • Pflege und Transport: Wie darf der Hut gereinigt werden? Ist Falten oder Rollen ausdrücklich erlaubt?

Ein Hut ist ein Baustein des Sonnenschutzes. Ergänzend gehören Schatten, geeignete Kleidung, UV-schützende Sonnenbrille und Sonnenschutzmittel für unbedeckte Haut dazu. Die Deutsche Krebshilfe erläutert die Maßnahmen. Eine Kopfbedeckung ersetzt diesen umfassenderen Schutz nicht.

Zum Weiterlesen: Leinen · Baumwolle · Was Imprägnierung leisten kann.